Fotos: Adobe Stock/New Africa, svehlik Riff at, studio306fotolia. Koch‘s Meerrettich. 8626 Heilkräftiger Scharfmacher MEERRETTICH Früher galt er als „Antibiotikum des kleines Mannes“ und auch heute ist er weder aus der Küche noch aus der Natur-Apotheke wegzudenken. Dass diese Wurzel etwas Besonderes ist, wusste schon das Orakel von Delphi, denn es soll gesagt haben: „Radieschen sind mit Blei aufzuwiegen, Rettich mit Silber – doch der Meerrettich ist sein Gewicht in Gold.“ Auch auf einem antiken Wandgemälde aus Pompeji ist der Meerrettich schon zu erkennen – der Anbau der Heil- und Gewürzpflanze ist jedoch erstmals in mittelalterlichen Klostergärten nachgewiesen. Hildegard von Bingen etwa nutzte den Meerrettich vorbeugend gegen grippalen Infekt und setzte ihn Das Auge tränt, die Nase läuft Das sind typische Reaktionen, die beim Raspeln der Wurzel auftreten. Dafür verantwortlich sind Senföle, die den Meerrettich so gesund machen. Vitaminbombe Die Meerrettichwurzel enthält doppelt so viel VitaminCwieeineZitrone. BLÜTEZEIT Von Mai bis Juli gegen Brust- und Bauchschmerzen ein. Mittlerweile sind seine Inhaltsstoffe und deren Wirkung gut erforscht. Meerrettich hilft nachweislich gegen Erkältung und stärkt das Immunsystem. Besonders wirksam ist die Wurzel bei Erkrankungen der oberen Atemwege, wie bei Nasennebenhöhlenentzündungen, bei Husten und Entzündungen im Hals-Rachen-Bereich. Seine beruhigende Wirkung auf die Bronchien kann Reizhusten lindern – und wegen seiner antibiotischen Wirkung kann er bei leichten, bakteriellen Infekten der Harnwege helfen. Ein wahrer Goldschatz der Natur. TRADITION & Brauchtum TEXT: Andrea Franz
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