Land Leben 1/24

Fotos: Peter Raider/StockFood (links), Heike Schmidt-Röger aus „Bitterstoff e“, Verlag Eugen Ulmer. Illus: Adobe Stock/vivali,nurofi na, zenina 57 Bitterer Geschmack von Kräutern und Gemüse variiert nicht nur unsere alltägliche Küche, die Stoffe, die ihn ausmachen, unterstützen auch die Gesundheit von Körper und Geist. Sie wirken sich positiv auf den Stoffwechsel, die Darmgesundheit und das Immunsystem aus, Bitterstoffe gelten als Fatburner, können Heißhunger stoppen, sorgen für Balance im Hormonhaushalt und stärken die Immunkraft. SALBEI-TEE BEI PARODONTOSE ZUTATEN: 3 g Salbeiblätter 150 ml kochendes Wasser SO GEHT’S: Die fein geschnittenen Salbeiblätter mit 150 ml kochendemWasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und schluckweise mit etwas Honig trinken. Als Gurgellösung warmmit einigen Tropfen Teebaumöl 3-5 min. imMund hin- und herspülen, bei Nachtschweiß kalt trinken. Zwickt der Magen, lassen Sie den Sableitee kürzer ziehen (nur etwa 5 Minuten). Gut zu wissen: Das Zahnfl eisch bildet eine wichtige Barriere zwischen demMundraum und demKieferknochen. Natürliche Bitterstoff e straff en das Zahnfl eisch, wirken antibakteriell und wundheilend und können so demKnochenschwund entgegenwirken. Artischocken gibt es frisch und als getrocknetes Kraut. Aus letzterem lässt sich Tee zubereiten. FÜNF BITTERE PFLANZEN Artischocken MIT TRADITION Die Artischocke wird auch das „Heilgemüse des Mittelmeerraums” genannt. Die pharmazeutische Wirkung wird den zahlreichen Flavonoiden und den pfl anzlichen Bitterstoff en in den Blättern zugeschrieben. Andorn VIELSEITIG VERWENDBAR Ob in der Frauenheilkunde, bei Husten oder Erkältung oder zur Regulation des Blutzuckerspiegels – die krautige Pfl anze leistet viele gute Dienste in der Naturmedizin. Galgant FÜR ALLE LEBENSLAGEN Klassische Anwendungsgebiete des imGeschmack dem Ingwer ähnlichemGalgant sind Verdauungsbeschwerden, Reise- und Seekrankheit und Beschwerden des Herzens. In Verwendung steht die getrocknete und zerkleinerte Wurzelknolle. Mariendistel WELTWEIT BEKANNT Die Früchte („Samen“) der Mariendistel werden bei Leber- und Gallenleiden eingesetzt, die Pfl anze gilt als Leberschützer. Löwenzahn LEICHT ZU ERKENNEN Löwenzahn ist ein guter Einstieg in die bittere Welt, er ist leicht zu fi nden und alle Teile können verwendet werden – von der Wurzel bis zur Blüte. Auch der weiße Milchsaft ist nicht giftig.

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