Land Leben 3/24

94 MENSCH & Natur Fotos: Adobe Stock/Timelynx (Illus) Elena, studio306fotolia , yuliya_derbisheva, Bahadir Yeniceri, Anne Coatesy ; Pixabay/Thomasz Proszek Apropos: Er bewegt sich ziemlich schnell und weit. Der stachelige Geselle mag auf kurzen Beinen unterwegs sein, aber die tragen ihn innerhalb einerNacht bis zu zwei Kilometer durchs Revier. Begegnet er Fressfeinden, rollt er sich ein. Seine 8000 Stacheln bilden einen nahezu undurchdringlichen Schutzpanzer. Nahezu, weil seine Fressfeinde natürlich gelernt haben, ihn auszutricksen: Eine Marderin macht dem Igel keine Bange. Er rollt sich ein und sie kann sehen, wo sie bleibt. Ein Uhu aber – und davon gibt es in ZWEI WEITERE TIERE DES JAHRES Der Kiebitz: Ganz Deutschland stimmt in einer öff entlichen Wahl über den Vogel des Jahres ab: Diesmal hat der stark gefährdete Wiesenbrüter das Rennen gemacht. Apollofalter: Auch er gilt als stark bedroht. Deshalb soll die Wahl des Mosel-Apollofalters in der Öff entlichkeit Aufmerksamkeit erzeugen. Er ist einzigartig: Es gibt ihn nur im unteren Moseltal! Deutschland inzwischen doch wieder mehr – besitzt sehr lange, scharfe Krallen. Sie durchdringen den Stachelpanzer leicht. Und der Fuchs geht besonders perfide zu Werk: Er pinkelt den Igel an. Der will sich natürlich von dem Gestank befreien und streckt sich, um sich zu reinigen – der Fuchs hat dann schnell die Oberhand… DERMENSCHALS GEFAHR Der gefährlichste Feind des Igels ist und bleibt aber der Mensch. Wenn sich Insekten an Sommerabenden über der warmen Straße herumtreiben, denkt ein Igel nicht an die Autos, die ihn erwischen können. Eine neue Gefahr stellen die neuerdings so beliebt gewordenen Mähroboter dar. Ein Igel bewegt sich sehr nahe am Boden, der Roboter erkennt ihn kaum als Hindernis. Es gibt schreckliche Verletzungen, die über kurz oder lang tödlich sind. Ganz zu schweigen von Licht- und Lüftungsschächte ohne Schutzgitter und steilen Kellertreppen mit hohen Stufen. Wir können helfen, indem wir ein bisschen mehr aus der Igelperspektive denken und solche Fallen erkennen und beheben. Der Rote Apollofa�er EINZIGARTIG Riech mal ... Schnuppern kann der Igel nicht nur mit der Nase, sondern auch mit dem Mund. So findet er in niedrigem Bewuchs leckere Insekten. Feuchtwiesen sind selten geworden – der Lebensraum des Kiebitz. Alles in Ordnung Fühlt ein Igel sich in Sicherheit, legt er seine immerhin 8000 Stacheln fl ach und dicht an den Leib.

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