Zucker fürs Auge Ramona krönt ihren Kirsch-Kuchen mit einem kalorienfreien Topping: ein Kranz aus Rosmarinzweigen und Apfelblüten. Landfrau 62 Gesundheit, Achtsamkeit und Natur spielten schon immer eine Rolle in Petras Leben. Als Kind war sie viel draußen unterwegs, spielte an Bachufern und auf abgelegenen Wiesen, die von Schlüsselblumen übersät waren. „Man sagt ja, dass Schlüsselblumen dieWelt der Kräuter aufschließen. Die Tür war also schon sehr lange offen, durchgegangen bin ich dann aber erst mit Anfang 50“, schmunzelt die ehemalige Gymnasiallehrerin für die Fächer Deutsch und Geschichte. Eine Jahresausbildung zur zertifizierten Allgäuer Wildkräuterführerin stellte Petras Leben auf den Kopf: „Ich habe meinen sicheren Job aufgegeben, um mich meiner Leidenschaft für Kräuter zuzuwenden, mich selbständig zu machen und meinen Traum zu leben.“ Mittlerweile hat sie mehrere Kräuter- und eine Aromatherapie-Ausbildung absolviert und stellt unter anderem Kräuter-Hydrolate her. UNKRAUT GIBT ES NICHT Botanisch gesehen ist ein Kraut eine Pflanze, deren oberirdische Teile nicht verholzen. Für Petra ist es aber viel mehr, etwas Wert- und Kraftvolles, das die Power der Natur enthält, zugleich aber auch Zartheit verkörpert. „Die wilden Kräuter wachsen quasi vor unserer Haustür und sollten mehr Wertschätzung erfahren. In der Kräuterheilkunde gibt es kein Unkraut, alle Kräuter haben ihren Wert und daher auch ihre Berechtigung.“ Kräuter-Magie In Petras eigener Versuchsküche blubbert stets irgendein Kraut imGlaskolben. Melisse Die heilende Melisse kommt unter anderem in Petras Kräuterbündeln zum Einsatz. Illustration: Adobe Stock/ ~ Bitter ~
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