102 Eigentlich sind sie scheu. Laufenten gehören nicht zu den zutraulichsten Kameraden, die sich jemand ins Haus holen kann. So heißt es jedenfalls. Aber bei Ramona Kohler läuft manches anders als gewöhnlich. Das weiß auch ihre Enkelin Sophie. SOPHIES TRAUM Trotzdem staunte die heute 12-Jährige mächtig, als sie eines Tages die Oma besuchen kam und dort plötzlich drei kleine Entenkinder auf sie warteten. „Sie hat zwar immer davon geträumt und wir haben darüber geredet. Aber sie dachte nicht, dass ich das wirklich umsetze“, verrät Ramona Kohler. Es war aber keineswegs nur Sophies Traum. Ramona hat sich mit den drei Entenküken selbst einen langgehegten Wunsch erIllus: Adobe Stock/yuliaderbisheva, studio306fotolia, Roman MENSCH & Natur Beachten Wer sich ein Entchen anschaff t, überimmt Verantwortung für viele Jahre. ENTENKÜKEN füllt. Und dannwaren die drei, Alva, Svea und Eric, plötzlich krank. Atemwegsinfektion diagnostizierte der Tierarzt und verordnete strikte Ruhe und Wärme. Deshalb lernten die kleinen „Laufis“ nicht etwa den hübschen, großen Stall im Garten als erstes kennen, sondern Ramonas Wintergarten. Eine Infrarotlampe sorgte für die nötige Wärme, Oma und Enkelin für die Liebe und Was ist denn das Besondere an euren Enten? Sophie: Mich hat überrascht, dass sie so schnell gewachsen und so zutraulich geworden sind. Das Schönste ist, dass sie so toll zusammenhalten – und jede ist einzigartig. Sind Laufenten für jeden geeignet? Ramona: Interessenten sollten sich gut einlesen. Die Tiere werden immerhin 10 bis 15 Jahre alt. Das heißt Verantwortung für eine lange Zeit übernehmen und sich binden. Ähnlich wie bei einemHund. Was brauchen Enten denn? Ramona: Genug Auslauf und Wasser. Mindestens 300 Quadratmeter Gelände sollten sie zur Verfügung haben. Und idealerweise einen Teich. Wir behelfen uns mit ganz vielen Zinkwannen und -badewannen, die sie alle benutzen und brauchen. Außerdemmüssen sie einen großen, trockenen warmen Stall haben. Unserer ist sechs Quadratmeter groß. Sicher muss er auch sein, damit nicht nachts ein Fuchs oder Marder ein Unglück anrichtet. Lauft ihr denn noch barfuß? Ramona: Ja, gar kein Problem, anders als bei Hühnern. Der wässrige Entenkot versickert im Rasen. IMGESPRÄCHMIT Enten-Fans Nasse Füße Immer, gerne! Und wenn es nur in einer Pfütze in einemTeller ist. In guten Händen
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