88 Unsere Landfrau Elisabeth Auersperg-Breunner Die Österreicherin stammt aus einer Familie von Waidmännern und versteht sich als leidenschaftliche Jägerin. Aber sie weiß, dass sich die Jagd und das Verhältnis dazu verändert hat. Ihr Buch steckt voller überraschender Fakten – und voller leckerer WildRezepte. Es will außerdem zu Diskussionen anregen. Auch darüber, wie die Jagd zum Wild- und Naturschutz beitragen kann. „Auf der Jagd“ ist im Brandstätter Verlag erschienen. 256 Seiten, Hardcover, 45 Euro. schische Artemis mit Pfeil und Bogen und ihr römisches Pendant, Diana mit der Saufeder. Auch im Mittelalter jagten Frauen aktiv, vor allem in adeligen Kreisen, etwa mit Falken. LEBENSRÄUME Heutige Jägerinnen wie Elisabeth Auersperg-Breunner treibt die selbe Motivation an wie ihre männlichen Kollegen: Naturverbundenheit, Interesse an Wildtieren und der Erhalt der Artenvielfalt. Insbesondere der letzte Punkt sorgt für heftige Diskussionen. Jagdgegner und radikale Naturschützer halten die Regulierung von Wildbeständen zum Wohl der Natur für eine Ausrede. Unbestritten aber ist, dass Jäger viele Hege- und Pflegeaufgaben erfüllen, anders als Wilderer, die dennoch oft romantisiert werden. Sie erhalten Lebensräume und tragen zur Artenvielfalt bei. Ein bisschen Romantik hat dennoch ihren Platz: Der frische Duft des Morgentaus, der als Frühnebel aufzieht, wenn es auf Morgenpirsch geht, rundum Stille, der Blick über Wald und Flur, die ersten Tiere, die sich aus der Deckung wagen – oder Landfrau llus: studio Sveta_Aho, studio 306fotolia, Gaspar, Andrii_Oliinyk, Mary fl eur/StockAdobe: H.Ramboldt; liramaigums, zdenka1967 auch nicht. „Es macht mich immer wieder glücklich, inmitten der Natur zu erleben, wie ein neuer Tag anbricht…“, schwärmt die Jägerin. Das sind Worte mit Herzblut. Zwar gibt es die unverfälschte Natur heute nirgends mehr. Aber das Wild lebt artgerecht – ein Grund, warum Elisabeth und ihre Kinder das Wildpret ohne Reue genießen. Wichtige Motivation Auch die Jagdhundeausbildung reizt viele Jägerinnen, den Schein zu erwerben. Wildschütz unter Verdacht Der bayerische Georg Jennerwein stand im Ruf zu wildern – unbewiesen. 20 Prozent der jungen Jäger sind Frauen.
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