MENSCH & Natur Fotos: Peter Raider/StockFood. Illus: Adobe Stock/Ekaterina 60 Buchtipp Mit dem Slogan „Bitter macht fi tter“ setzt sich Heilpraktikerin Claudia Ritter in „Bitterstoff e” für die Neuentdeckung der bitteren Pfl anzenstoff e ein, die unsere Gesundheit als wahre Alleskönner stärken. (Mit 100 Rezepten, 20 Euro, Verlag Eugen Ulmer) Lindernd Bitterstoff e wirken wohltuend auf die Verdauung, stärken aber auch bei Erkältungen und Infekten. Warum setzen Sie sich für Bitterstoff e ein? Bitterstoff e haben einen immensen Einfl uss auf unsere körperliche und mentale Gesundheit. Sie werden oft mit Verdauung in Zusammenhang gebracht, aber sie fördern auch die Entgiftung des Körpers über die Leber und sorgen für eine verbesserte Darmgesundheit. Darm und Psyche haben eine Verbindung: Geht es dem Darm gut, ist auch unsere Psyche stabiler. Sie senken das Risiko für Fettstoff - wechsel-Erkrankungen, haben einen Einfl uss auf das Hormonsystem, den Säure-Basen-Haushalt und wirken tiefgreifend bis in die Zellebene unseres Immunsystems. INTERVIEW MIT CLAUDIA RITTER zum Thema Bitterstoffe MAGENBITTER DIGESTIF ZUTATEN: 30 g Engelwurz, kleingeschnitten 25 g Kalmuswurzel 5 g Wacholderbeeren, frisch gequetscht 1 l Kornbranntwein, mindestens 40%Alkohol SO GEHT’S: Die Zutaten in eine Weithalsfl asche füllen, den Ansatz mindestens 10 Tage ziehen lassen. Danach fi ltrieren. Bei Bedarf ein Schnapsglas davon nach dem Essen trinken. Tipp: Der Digestif hilft vor allem bei der Fettverdauung. GUT ZU WISSEN Bitterstoffe mögen es nicht, sehr lange mitgekocht zu werden, denn durch anhaltende Hitze werden sie zerstört. Bittere Pfl anzen mit ätherischen Ölen (Amara aromatica) wirken zusätzlich antimikrobiell und helfen uns, mit Viren, Bakterien und Parasiten besser fertig zu werden. Besonders der Andorn und die Engelwurz sind in der akuten und produktiven Erkältungsphase mit Schleimbildung hilfreich. Jene mit Schleimstoff en wie Isländisch Moos oder Spitzwegerich sind in der Phase mit trockenem Reizhusten von Vorteil. Salbei hat einen hohen Gerbstoff anteil, wodurch sich entzündete Schleimhäute schneller zusammenziehenunddenVirenweniger Angriff sfl äche bieten. Was leisten Bitterstoff e für das Immunsystem? Alle Pfl anzen mit bitteren Anteilen stimulieren das Immunsystem, da durch sie Enzyme ausgeschüttet werden. Weitere Benefi ts: Die Entgiftungsvorgänge und der Selbstreparaturprozess aller Schleimhäute einschließlich der Darmschleimhaut werden angeregt. Auch haben sie einen positiven Einfl uss auf die Produktion von Entzündungsmarkern, manche haben zusätzlich auch antimikrobielle Eigenschaften oder bieten Viren wenig Angriff sfl äche auf den Schleimhäuten. Welche Pfl anzen sind hier besonders relevant? Je nach Beschwerdebild kommen verschiedene Pfl anzen mit bitteren Anteilen in Frage:
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