Land Leben 1/24

55 Fotos: Streamboy, Silvan Reval, Yaroslavartist, Everettovrk, Jeff Baumgart, Liligraphie, Rock76, Stockpis, Thomas Bethge, Macrovector/Adobe Stock Auch wenn uns die Kufen dieser jungen Dame hier schon historisch vorkommen – die ersten dieser Art soll es schon rund 3000 vor Christus gegeben haben. Archäologische Funde lassen darauf schließen, dass geschliffene Knochen unseren kälteschnatternden Vorfahren geholfen haben sollen, über das Eis zu gleiten. So ganz einig sind sich die Forscher über dieses Datum allerdings nicht, denn die ältesten Funde sind etwa 1000 Jahre alt. Klar dürfte allerdings sein, dass die ersten Kufen nicht zum Vergnügen, sondern um des Überlebens willen unter die Füße geschnallt wurden. Das Konzept mit den Knochen hat sich aber bewährt: In Schweden glitt man nachweislich im 12. Jahrhundert auf Knochen dahin, und auch im England der großen Elisabeth I. (1533-1603) blieb man dabei. Die Niederländer wagten sich dann irgendwann auf Holzschlittschuhen aufs Eis. So kamen sie auf den zugefrorenen Kanälen von A nach B. Der Schlittschuh mit Kufe, wie wir ihn heute kennen, kam erst im 20. Jahrhundert auf. DER LANGE WEG ZUR KUFE Zu Fuß auf Schnee und Eis Im 18. Jahrhundert war Eislaufen vielerorts verboten oder galt als Sünde. Brach jemand ein und kam um, begrub man ihn im schwedischen Smälande gar als Selbstmörder. Kann denn Gleiten Sünde sein? Glatteis und Schnee waren schon anno dazumal keine ideale Unterlage für die Fortbewegung auf Rädern. Karren und Kutschen blieben oft in der Scheune. Wer es sich leisten konnte, besaß einen Schlitten und spannte die Pferde vor. Die Mägde erledigten ihre Besorgungen zu Fuß – und legten vielleicht eine kleine Pause ein beim zugefrorenen Dorfsee, wo sich zum vergnügten Eislaufen traf, wer Kufen hatte. Skier auf Rädern Erst mit demWirtschaftswunder in den 1950er-Jahren wurde der Wintersport zumMassenvergnügen. Die Käfer mit bepackten Dachständern rollten zu Dutzenden in die verschneiten Alpen.

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